begegnen & bewegen
Neubau einer Grundschule in Donaustauf mit Sportanlagen
Bauherr
Markt Donaustauf
Öffentlicher Auftraggeber / Bauen für die Gemeinschaft
Verfahren
Offener Realisierungswettbewerb / 1. Runde
Grösse
BGF 4.500m²
Zeitraum
02.2020
Beteiligte
Andreas Hofmann, Hackl Hofmann Landschaftsarchitekten GmbH
Der Entwurf ordnet die neuen Baukörper, Grundschule mit Hort, Sporthalle und Gemeindebibliothek, entlang der Ludwigstraße so an, dass eine großzügige grüne Mitte entsteht. Diese wird von Schule, Kindergarten und Kinderkrippe gefasst und öffnet sich nach Norden hin zur freien Landschaft des FFH-Gebiets. Der Städtebau schafft damit einen klaren räumlichen Zusammenhang zwischen Bildung, Betreuung und Landschaft und bildet die Grundlage für ein lebendiges, gemeinschaftlich nutzbares Freiraumsystem.
Die Gebäude der Kinderkrippe und des Kindergartens sind so konzipiert, dass sie schrittweise erweiterbar bleiben. Ihre Freianlagen entwickeln sich logisch weiter und gehen in den Schulgarten über. Dadurch entsteht ein zusammenhängender Lern- und Erlebnisraum für alle Altersgruppen, der pädagogische Nutzungen ebenso zulässt wie gemeinschaftliches Engagement im Sinne eines Gemeinde- und Schulgartens.
Zentrales Element des Freiraumkonzepts ist das Begegnungsband, das sich vom neuen Eingangsplatz der Grundschule über die Pausenflächen bis zu den Sportanlagen spannt. Es verbindet alle Nutzungen miteinander und fungiert als Herzstück des Geländes. Hier treffen sich Schüler, Hortkinder und Kinder aus den Betreuungseinrichtungen zum Spielen, Bewegen und Verweilen. Spielgeräte und ein integrierter Allwetterplatz fördern vielfältige Bewegungsangebote, während das nördlich anschließende Rasenspielfeld den Übergang in die offene Landschaft markiert.
Die Pausenflächen sind differenziert gestaltet und bieten sowohl ruhige Rückzugsorte als auch Zonen für aktives Spiel. Das grüne Klassenzimmer ergänzt diese Bereiche und stärkt den Bezug zur Natur und zum Lernen im Freien. Die Freiräume gehen nahtlos ineinander über und ermöglichen fließende Bewegungen zwischen Aufenthalt, Spiel und Sport.
Der Eingangsplatz an der Ludwigstraße bildet eine klare Adresse für Schule, Sporthalle und Bibliothek. Er ist als öffentlicher Aufenthaltsraum mit Bäumen, Sitzgelegenheiten, Fahrradabstellplätzen und Schulbushaltestellen gestaltet. Die Bibliothek erhält durch eine vorgelagerte Grünfläche eine eigenständige, gut ablesbare Adresse.
Die Verkehrserschließung unterstützt das Leitmotiv der Sicherheit und Begegnung: Fuß- und Radverkehr sowie Schulbusse werden von motorisiertem Individualverkehr getrennt geführt. Alle Kinder erreichen die Schule kreuzungsfrei und sicher. Eine zusätzliche Wegeverbindung stärkt die Vernetzung im Quartier.
Die Landschaftsplanung setzt auf naturnahe Gestaltung. Extensive Obstterrassen mit hohem ökologischem Wert, einheimische Laubbäume als Schattenspender und die bewusste Freihaltung des FFH-Gebiets verbinden das Schulgelände mit der umgebenden Kulturlandschaft. So entsteht ein zukunftsorientierter Bildungs- und Freiraum, der Begegnung ermöglicht und Bewegung selbstverständlich integriert.
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