Ein gestapeltes Balkendiagramm mit fünf blauen Balken, die an verschiedenen Stellen angeordnet sind.

Die Kinderecke
Neubau eines Kindergartens mit 4 Gruppen in Mannheim-Sandhofen


Bauherr

Stadt Mannheim

Öffentlicher Auftraggeber / Bauen für die Gemeinschaft

Verfahren

Nichtoffener Realisierungswettbewerb / 2. Runde

Grösse

BGF 1.025m²

Zeitraum 

02.2019

Beteiligte

Peter Weinzierl und Philipp Wagner, PW.QUADRAT & Uwe Neubauer, uweneubauer.landschaftsarchitektur

Skizzen von vier Häusern in verschiedenen Farben, übereinander gestapelt

Architektonisches Konzept 

Grundriss eines Gebäudes mit drei unterschiedlich gefärbten Bereichen in Grün- und Brauntönen.

Zonierung & Städtebau

Zeichnung mit einem roten Herz in der Mitte, umgeben von mehreren farbigen, rechteckigen Schichten in Pastelltönen, teilweise durch gestrichelte Linien umrissen.

Organisation: die Zwiebel

Ein handgezeichnetes Diagramm mit grün hervorgehobenen Linien, Pfeilen, einem roten Herz und einem kleinen Dreieck an der Basis.

Raumgruppen

Der Neubau zoniert das Grundstück zwischen Ost, der Orientierung zur Erschließungsstraße und West, zum Wohngebiet und fungiert als Auftaktgebäude an dieser Schnittstelle. Der Eingang liegt zentral im Süden, das Gebäude entwickelt sich nach Norden, wobei die Hauptausrichtungen der Sonnenverlauf folgen und alle Himmelsrichtungen miteinbezieht. Das Konzept bleibt durch eine optionale Erweiterung bestehen. 

Im Mittelpunkt der Gebäudestruktur steht die Gartenspielfläche. Daran legen sich wie bei einer Zwiebel der Layer für die Erschließung, den Spielflur an. Dann kommen die dienenden Räume mit Wickeln, WC und Lager und an der privatesten Stelle die eigentlichen Gruppenräume. Durch diese Anordnung sind alle Haupträume des Kindergartens ebenerdig. 

Die öffentlichen Räume, wie der gemeinsame große Mehrzweckraum und die Räume für das Personal sind eher introvertiert im Tiefgeschoss mit eigenem Außenbereich untergebracht. Der Tiefhof terrassiert sich sanft und bunt bepflanzt nach Osten hin zum öffentlichen Grün. 

Der Spielflur um den Garten fungiert als Pufferzone zwischen den Außenflächen und den Gruppenräumen. Die Fassade zum Garten ist an mehreren Stellen durchlässig, so dass alle Gruppen unabhängig voneinander Zugang haben. Gleichzeitig dient der Flur als Verbindung zwischen den einzelnen Gruppenbereichen. Zur horizontalen Erschließung befindet sich im zentralen Schnittpunkt vom Eingangs- und Erschließungsflur die Treppe, sowie der Aufzug in das Tiefgeschoss.

Die Gebäude- und Dachform leitet sich aus den Sehgewohnheiten einer kindlichen Darstellung eines Hauses ab. Um dem Raumprogramm ausreichend Raum zu geben, wurden zwei dieser Häuser aneinandergereiht und miteinander verschmolzen. Die daraus entstandene Form definiert die Straßenecke und schafft eine neue Heimat für die Kindergartenkinder, die Eltern und das pädagogische Personal.