Neues Quartier an der Sprenger Wiese, Hausham
Modulares Wohnen, Nahversorgung & experimenteller Gebäudestandard


Bauherr

Projektgesellschaft Sprenger Wiese - Pointner Schmidt Mayer

Privater Auftraggeber / Mixed Use: Wohnen & Gewerbe

Leistung

Projektentwicklung & Baurecht

Grösse

0,7ha / BGF 10.000m²

Zeitraum 

01.2022 - 05.2022

Im Westen von Hausham, am Ortseingang entlang der Tegernseer Straße, bietet die sogenannte Sprenger Wiese die Möglichkeit, ein neues Quartier mit regionaler Identität und langfristiger Perspektive zu entwickeln. Ziel der Projektentwicklung ist es, bezahlbaren Wohnraum, wohnortnahe Versorgung und qualitätsvolle Freiräume miteinander zu verbinden und dabei einen nachhaltigen Mehrwert für Gemeinde und Nachbarschaft zu schaffen. Der neue Stadteingang soll nicht nur funktional ergänzt, sondern als identitätsstiftender Ort neu interpretiert werden.

Das Grundstück liegt in einer topografischen Senke und wird durch die erhöhte Straßenlage räumlich geprägt. Der vorhandene Baumbestand entlang der Tegernseer Straße bildet dabei einen wichtigen grünen Filter, der bewusst erhalten und in die Planung integriert werden soll. Die Aufgabe besteht darin, zwischen neuer Bebauung, bestehender Wohnnachbarschaft und angrenzender Landschaft einen sensiblen Übergang zu schaffen.

Im Mittelpunkt steht ein vielfältiges Wohnangebot, das auf die Bedürfnisse des lokalen Umfelds reagiert. Geplant sind kompakte Wohnungen für Beschäftigte im Hotel- und Gastgewerbe, Auszubildende oder Klinikpersonal ebenso wie familiengerechte Wohnungen für Haushamer Bürgerinnen und Bürger. Gemeinschaftsflächen, barrierefreie Angebote, Gärten, Spielbereiche und gemeinschaftliche Einrichtungen fördern das soziale Miteinander und schaffen ein lebendiges Quartier mit hoher Aufenthaltsqualität.

Ergänzt wird das Konzept durch Angebote der Nahversorgung. Ein Supermarkt, kleinere Gewerbeeinheiten, eine Bäckerei mit Café sowie ergänzende Dienstleistungen sollen den Alltag im Quartier stärken und zugleich einen belebten öffentlichen Raum schaffen. Die Nutzungen orientieren sich bewusst zur Tegernseer Straße und bilden gemeinsam mit den Fuß- und Radwegen eine klare Adresse am Ortseingang.

Architektonisch verbindet das Projekt zeitgemäße Bauweisen mit der traditionellen voralpenländischen Ortsstruktur. Satteldächer, großzügige Dachüberstände, Holzoberflächen und maßstäbliche Baukörper greifen regionale Bautypologien auf und interpretieren sie neu. Gleichzeitig stehen nachhaltige und ressourcenschonende Bauweisen im Fokus – unter anderem durch hybride Holz-Beton-Konstruktionen, einen hohen Vorfertigungsgrad sowie begrünte Dächer und Photovoltaikflächen.

Die Entwicklung wurde in unterschiedlichen städtebaulichen Varianten untersucht. Ziel war es, eine ausgewogene Balance zwischen Dichte, Wirtschaftlichkeit und Freiraumqualität zu finden. Besonders wichtig war dabei die Ausbildung großzügiger Außenräume und eines Quartiers, das sich selbstverständlich in die bestehende Umgebung einfügt.

Die Studie zeigt, dass das Projekt weit über eine klassische Wohnbebauung hinausgeht. Es versteht sich als strategischer Baustein für die nachhaltige Entwicklung Haushams mit bezahlbarem Wohnraum, qualitätsvollen Freiräumen und einer Architektur, die regionale Identität und Zukunftsfähigkeit miteinander verbindet.