Dunkles abstraktes Design mit blauen geometrischen Formen auf schwarzem Hintergrund.

Um einen Baum herum
Neubau eines Kindergartens am Wiesensteig Markt Wolnzach


Bauherr

Markt Wolnzach

Öffentlicher Auftraggeber / Bauen für die Gemeinschaft

Verfahren

Nichtoffener Realisierungswettbewerb / 2. Runde

Grösse

BGF 2.500m²

Zeitraum 

04.2020

Beteiligte

Uwe Neubauer, uweneubauer.landschaftsarchitektur & Michael Wengert, Pfeil & Koch Ingenieurgesellschaft 

Stadtplan mit schwarzen Gebäuden und Straßen auf weißem Hintergrund.
Ein Lageplan eines Gartens mit verschiedenen Bereichen, Bäumen und Gebäuden. Markierte nummerierte Zonen, Spielplatz, Sitzflächen und Sonnenplan, umgeben von Wohngebäuden und Wegen.
Lageplan eines Parks mit Bäumen, Wegen, Spielplätzen, Gebäuden und Wasserflächen, versehen mit deutschen Bezeichnungen.
Ein Grundrissplan eines Gebäudes mit umgebenden Bäumen und Außenbereichen, inklusive Beschriftungen und Raumaufteilungen.

Der Neubau des 6-gruppigen Kindergartens Am Wiesensteig basiert auf einem integrativen und inklusiven pädagogischen Konzept.

Für den Wettbewerb wurde ein teilweise 2-geschossiger Baukörper ohne Unterkellerung, aufgrund des hoch anstehenden Grundwassers, entworfen. Der Baukörper lässt ausreichend Spielraum zu den Gegebenheiten vor Ort zu und stellt eine sichere und unabhängige Erschließung des Grundstücks her. Er präsentiert sich selbstbewusst neben dem vorhandenen und zu schützenden Baumbestand und geht frisch und spielerisch mit dem Zuschnitt des ausgewiesenen Grundstückes eines ehemaligen rechteckigen Sportplatzes um. 

Der Kindergarten und die Ideenskizze der optionalen Kinderkrippe sind als autarke Einzelbaukörper erkennbar und über den großzügigen ineinanderfließenden Garten zu einem großen Ganzen verbunden.

Im Gebäude bewegen sich die verschiedenen Zonen vom öffentlichen Ankommen bis zu den privaten Gruppenbereichen um einen Innenhof, dieser verbindet sich wie selbstverständlich mit jedem Gebäudeteil und ist der definierte Mittelpunkt. Der Innenhof eignet sich wunderbar für gemeinschaftliche Nutzungen, als Rückzugsort oder als Treffpunkt für gruppenübergreifende Aktionen. Materiell bindet das hölzerne Deck die öffentlichen Be- reiche und Garderoben, die Aktivinseln im Spielflur und die festeingebauten Spielmöbeln zusammen. 

Das Erscheinungsbild des Neubaus ist klar und unaufdringlich. Zwischen den lang geformten, glänzend weißen Attiken und Brüstungen spannt sich die Fassade auf - ein Wechselspiel zwischen opak und transparent. Durch temporäre und wechselnde Bepflanzungen kann das Jahr mit den Kindern erlebt werden, stiftet Buntheit nach Außen und macht das Gebäude zur eigenen Heimat der Kinder, Eltern und Erzieherinnen.