Machbarkeitsstudie für die ReStrukturierung des Schulzentrums an der Leipziger Straße, München
Bestandgebäude, Ergänzungsbau Mittelschule, Sporthalle & Haus für Kinder


Bauherr

Landeshauptstadt München

Öffentlicher Auftraggeber / Bauen für die Gemeinschaft

Leistung

Projektentwicklung, Stadtplanung & Varianten zu Bestand und Neubau der Mittelschule

Grösse

3,5ha / BGF 12.000m² - 16.000m²

Zeitraum 

02.2018 - 02.2020, 10.2022 - 03.2023

Gegenstand der Machbarkeitsstudie ist die Untersuchung, ob und in welcher Form auf den Grundstücken an der Leipziger Straße im Stadtteil München-Moosach ein zukunftsfähiges Schulzentrum realisiert werden kann. Grundlage bildet das Raumprogramm für eine sechszügige Mittelschule mit Lernhauskonzept für über 800 Schülerinnen und Schüler einschließlich aller erforderlichen schulischen Funktionen wie Erschließung, Anlieferung, Stellplätze und Fahrradabstellanlagen sowie angemessen dimensionierter pädagogischer Außenflächen. Ergänzt wird das Raumprogramm durch eine 3´fach-Sporthalle mit zugehörigen Freisportanlagen, die teilweise bereits auf dem Grundstück vorhanden sind. 

Im Rahmen der Studie wird geprüft, ob neben der Mittelschule zusätzlich eine dreizügige Grundschule, die Sporthalle sowie weitere Freisportflächen innerhalb des geltenden Baurechts umgesetzt werden können. Dabei werden die Anforderungen an Baumschutz, Schallschutz und Wirtschaftlichkeit ebenso berücksichtigt wie der bestehende Pavillonbau aus dem Jahr 2020, der in das Gesamtkonzept einzubinden ist. Die Analyse erfolgt vor dem Hintergrund deutlich veränderter pädagogischer, funktionaler und räumlicher Anforderungen und der Umsetzung des Münchner Lernhauskonzeptes im Vergleich zur bestehenden Schulanlage aus den Jahren 1925 und 1953. Mithilfe abstrahierter Gebäudefootprints und typisierter Flächenlayouts wird untersucht, ob die notwendigen Nutzungen städtebaulich und pädagogisch sinnvoll auf dem Grundstück untergebracht werden können.

Ein wesentliches Merkmal des Standorts ist der ausgeprägte Grün- und Baumbestand. Teilweise sehr alte Bäume prägen das Schulgelände und verleihen ihm einen parkartigen Charakter. Insbesondere die prägende Stieleiche auf dem bestehenden Pausenhof besitzt einen hohen Schutzwert und ist als identitätsstiftendes Element in die Überlegungen einzubeziehen. Der Erhalt und die Weiterentwicklung des Baumbestands stellen daher ein zentrales Kriterium der Machbarkeitsstudie dar und beeinflussen maßgeblich die Setzung von Neubauten und Freiflächen.

Zur Klärung der grundsätzlichen Entwicklungsoptionen wurden drei Varianten untersucht. Die erste Variante geht von einem vollständigen Abriss des Bestands und der Errichtung eines Neubaus für die Mittelschule mit Sporthalle aus, wodurch die Anforderungen des Münchner Lernhauskonzepts vollständig umgesetzt werden können. Die zweite Variante setzt auf den weitgehenden Erhalt des ortsbildprägenden Bestands mit notwendiger Generalsanierung, wobei pädagogische Konzepte nur eingeschränkt realisierbar sind. Die dritte Variante verfolgt einen vermittelnden Ansatz aus Teilabbruch, Sanierung und ergänzendem Neubau, der die Umsetzung moderner Lernhausstrukturen ermöglicht und zugleich prägende Bestandselemente berücksichtigt.

Neben dem Baureferat, dem Referat Gartenbau und dem Referat für Bildung und Sport waren seitens der Landeshauptstadt München das Referat für Stadtplanung und Bauordnung, die Lokalbaukommission und die Untere Naturschutzbehörde involviert.