Machbarkeitsstudie Modellquartier Eggartensiedlung, München
Flächenüberprüfung der pädagogischen Bauten anhand von Footprints, Faktencheck
Bauherr
Landeshauptstadt München
Öffentlicher Auftraggeber / Bauen für die Gemeinschaft
Leistung
Projektentwicklung & Stadtplanung
Grösse
2,6ha, 12.000m² - 15.000m²
Zeitraum
Machbarkeitsstudie 02.2019, Faktencheck 10.2020
Das städtebauliche Entwicklungsgebiet Eggartensiedlung liegt im Stadtbezirk Feldmoching-Hasenbergl. Anfang des 20. Jahrhunderts als Siedlerkolonie auf einer Teilfläche des ehemaligen königlichen Fasangartens gegründet, wurde die Siedlung bereits 1938 von der damaligen Deutschen Reichsbahn erworben, um an der Stelle einen Rangierbahnhof zu errichten. Als Bahnfläche war sie bis weit in die 2000er-Jahre der städtischen Planungshoheit entzogen und blieb von der Entwicklung der übrigen Stadt abgekoppelt. So hat sie sich, trotz ihrer Lage am Lerchenauer See und nur 30 Minuten vom Münchner Marienplatz entfernt, bis heute den Charakter einer Insel bewahrt.
Im Modellquartier Eggarten sollen bis zu 1.850 Wohnungen entstehen, wobei die Stadt München durch den Bebauungsplan ermöglichen möchte, dass fast 50 Prozent der Wohnungen von Genossenschaften übernommen werden. Sie alle sind mietpreisgebunden. Eine lebendige und bunte Nachbarschaft soll durch kreative Wohn- und Arbeitsbereiche, Gemeinschaftsräume, Bürgerbeteiligung und Naturbereiche vor der Haustüre entstehen. Insgesamt sollen sechs Kindertageseinrichtungen, eine Grundschule und eine Sporthalle mit Freisport im Quartier entstehen. Die Sportanlagen stehen auch dem Vereins- und Breitensport zur Verfügung.
Im Rahmen der Projektentwicklung seitens Planungs- und Baureferat der Stadt München, wurde in Varianten überprüft, ob die zur Verfügung stehenden Flächen ausreichend dimensioniert sind. Der neuen Schulstandort soll sich aus einem Haus für Kinder (4-4-0) einer 6-zügigen Grundschule, sowie einer 3-fach Sporthalle und den notwendigen Außenanlagen, sowie Freisportflächen zusammenfügen. Die PKW-Stellplätze sollen idealerweise in einer Tiefgarage untergebracht werden.
Neben der reinen Flächenbetrachung durch die standardisierten Footprints wurden in der Machbarkeitsstudie weitere Punkte bewertet: Bedarfe & Baurecht, Umgebung & Ausrichtung, Zugänglichkeit & Adressbildung, Städtebau & Architektur, Entwicklungspotential & Flexibilität, Kiss and Ride & öffentlicher Verkehr, Grün & Baum, Emission & Immission, Flächenwerte & Kennzahlen, sowie Wirtschaftlichkeit & Bauzeit.
Nach Abschluss des städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerbs durften wir das Baureferat bei der Vorprüfung der Pädagogischen Einrichtungen auf Übereinstimmung mit den Vorgaben aus der Auslobung, sowie in Übereinstimmung mit den Raumprogrammen zum Münchner Lernhauskonzept mit einem ausführlichen Faktencheck beraten.