Machbarkeitsstudie Ludwigsfeld, München
Grundschule, Sporthalle & Haus für Kinder mit den zugehörigen Sport- und Außenflächen, einer Tiefgarage und der Option eines SFZ
Bauherr
Landeshauptstadt München
Öffentlicher Auftraggeber / Bauen für die Gemeinschaft
Leistung
Projektentwicklung, Stadtplanung & Strukturkonzept in mehreren Varianten
Grösse
1,9ha / BGF 10.000m² - 20.000m²
Zeitraum
Machbarkeitsstudie 04.2022 - 10.2022, Strukturkonzept 02.2024 - 07.2024
Beteiligte
Möhler + Partner Ingenieure AG, Christian Bews
Die Entwicklung des neuen Schulcampus in Ludwigsfeld ist Teil eines langfristigen Transformationsprozesses, der Bildung, Stadtentwicklung und Erinnerungskultur miteinander verbindet. Ausgangspunkt der Planung ist ein historisch sensibler Ort: Auf dem Gelände befand sich ab 1942 ein Außenlager des KZ Dachau. Heute sind nur noch wenige Spuren dieser Geschichte sichtbar. Bestehende Relikte sollen deshalb behutsam in das neue Quartier integriert und als Orte des Erinnerns bewahrt werden.
Auf Grundlage einer strukturellen Leitidee entstand ein städtebauliches Konzept, das die bestehende Siedlung weiterentwickelt und zugleich ihren parkähnlichen Charakter erhält. Grünräume, wertvoller Baumbestand und bestehende Freiraumbeziehungen bilden dabei das Rückgrat der Planung. Neue Wegebeziehungen für Fuß- und Radverkehr stärken die Vernetzung innerhalb des Quartiers und schaffen eine hohe Aufenthaltsqualität.
Im Zentrum der Machbarkeitsstudie steht ein neuer Bildungsstandort mit Grundschule, Sporthalle, Haus für Kinder und Freisportanlagen. Die Schule wird als offener und inklusiver Lernort verstanden, der sich selbstverständlich in den Stadtteil einfügt. Unterschiedliche Baukörper definieren geschützte Freiräume für Lernen, Bewegung und Begegnung. Ergänzt wurde die Planung später um ein sonderpädagogisches Förderzentrum, das den Campus zu einem wichtigen Baustein einer inklusiven Bildungslandschaft erweitert.
Von der ersten Machbarkeitsstudie über diverse Strukturskizzen bis hin zum städtebaulichen und architektonischen Wettbewerb war der gesamte Prozess geprägt von enger Abstimmung mit Fachstellen, Öffentlichkeit und Politik. So konnte eine belastbare Grundlage für einen Schulcampus entstehen, der nicht nur funktionale Anforderungen erfüllt, sondern Identität stiftet, den Stadtteil ergänzt und der Erinnerung Tribut zollt.
Neben dem Baureferat, dem Referat Gartenbau und dem Referat für Bildung und Sport waren seitens der Landeshauptstadt München das Referat für Stadtplanung und Bauordnung, die Lokalbaukommission, die Untere Naturschutzbehörde, das Mobilitätsreferat sowie das Landesamt für Denkmalpflege in die Studie involviert.